kosa la vita [kiswahili = kriegsverbrechen]

in der forschungsresidenz flausen – young artists in residence am theater wrede+ in oldenburg entwickelten flinntheater und quartett PLUS 1 gemeinsam eine form von musikalischem dokumentartheater und präsentierten die forschungsergebnisse im juli 2013 und am 28/01/2013 in den sophiensaelen. unter dem titel kosa la vita – revision wurde die forschung in einer weiteren residenz 2015 am theaterlabor bielefeld fortgesetzt.

fotos: corinna thiesen


inhalt ist der kriegsverbrecherprozess gegen dr. ignace murwanashyaka und straton musoni. als präsident und vize-präsident der hutu-miliz FDLR sollen sie von süddeutschland aus per handy und internet u.a. massaker an der zivilbevölkerung im ost-kongo gesteuert haben. ausgehend von diesem fall erforschen wir mittels musik und sprache die möglichkeiten der globalen kommunikation und die schwierigkeiten ihrer juristischen übersetzbarkeit sowie ihrer künstlerischen darstellbarkeit.

der prozess vor dem oberlandesgericht stuttgart markiert eine neue ära globaler verwicklungen: ein krieg im kongo wird mutmaßlich per sms aus deutschland befehligt. deutsche ermittler müssen im kongo beweise für kriegsverbrechen sammeln. zeugen im kongo werden per live-videostream durch das stuttgarter gericht befragt. zum ersten mal kommt das völkerstrafgesetzbuch in deutschland zur anwendung.

von und mit – konradin kunze, katharina pfänder, lisa stepf, sophia stepf, kristina van de sand, kathrina hülsmann, simon zigah
komposition – matthias schubert
mentoren – dirk cieslak/hannes seidl

ein projekt von quartett plus 1 und flinntheater.

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